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Die Waldorfpädagogik basiert auf dem
anthroposophischen Menschenbild, das von
Rudolf Steiner in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
entwickelt wurde. Darin wird jeder Mensch auch schon als
Kind als geistige Individualität gesehen. Aufgabe der Erwachsenen
ist es, sich um ein einfühlendes Verstehen jedes Kindes zu bemühen und somit Bedingungen zu schaffen, die es dem Kind ermöglichen sich in seiner Lebenswelt zurecht zu finden und seine Fähigkeiten und Begabungen vielseitig zu entfalten. Die beiden Grundzüge der Waldorfpädagogik lauten: Erziehung ist Selbsterziehung" und Vorbild und Nachahmung" (Saßmannshausen, Waldorfpädagogik im Kindergarten, Herder-Verlag, 2003). Der Erwachsene wirkt im ersten Lebensjahrsiebt nicht primär über kognitiv begründete Anschauungen oder intellektuelle Einsichten erzieherisch auf das Kind ein, sondern über dasjenige, was der Erwachsene in der Umgebung des Kindes tut. Über seine Handlungen nimmt das Kind den Erwachsenen in seiner seelischen Individualität wahr und knüpft daran an. Um menschliche Fähigkeiten zu erlernen braucht das Kind die zwischenmenschliche Beziehung. Novalis formulierte dies treffend in dem Satz Das Menschsein lernt der Mensch nur am Menschen. Darum steht im Waldorfkindergarten die Begegnung zwischen ErzieherIn und Kind im Vordergrund. Die Gestaltung und die Methodenauswahl des Tages bieten vielfältige und abwechslungsreiche Möglichkeiten der Begegnung.
Ausführliche Informationen zur Waldorfpädagogik finden Sie bei der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V.
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